Grüße aus...
„Grüße aus...“, „Souvenir de...“ – diese Farbpostkartenserie erfreute sich bei uns großer Beliebtheit Wende des 19. und 20. Jahrhunderts. Es wird angenommen, dass der deutsche Verleger Johannes Miesler aus Berlin die Grußkarten „erfunden“ hat .
Zunächst wurden alle Postkarten dieser Serie im Farblithografiedruck gedruckt. Der Künstler bereitete das Bild für die Vorderseite anhand von Fotos, Zeichnungen oder mündlichen Beschreibungen des Kunden vor. Sehr oft wurden auf der Vorderseite mehrere berühmte Stadtansichten platziert, von denen aus „gruss-hallo“ gesendet wurde. Das fertige Layout könnte mit verschiedenen Vignetten, Blumenmustern, ungewöhnlichen Schriftarten usw. verziert werden. Anschließend wurde auf Grundlage dieses Layouts eine Druckform erstellt. Um ein detailliertes Farbbild von durchschnittlicher Qualität zu erhalten, waren mindestens 6-8 Durchläufe erforderlich, manchmal auch mehr.
Es ist eine Freude, solche Karten anzuschauen! Einige von ihnen können als eine Art Reiseführer zu verschiedenen Orten in Europa und sogar auf der Welt dienen.

Später wurden auch andere Druckverfahren zum Drucken von Gruss-Postkarten eingesetzt. Doch bis heute ist nur der in verschiedenen Sprachen der Welt gedruckte Begrüßungssatz unverändert geblieben.




